Unhöflich und inkompetent

security_1Dieses Thema ist leider immer wieder ein Thema.

Wo man auch hinsieht, Verkäufer, Büroangestellte, Mitarbeiter bei Behörden und und und..Inkompetenz und Unhöflichkeit regieren..leider.

Wenn ich ein Geschäft betrete und ich werde nicht gegrüßt und nicht einmal dann, wenn ich den Damen und Herren als Erste einen wunderschönen, ok, nicht übertreiben, also einen „Guten Morgen“ wünsche und ich selbst dann keine Antwort bekomme, obwohl sie mir geradewegs in die Augen sehen – nun, dann hat sich dieses Geschäft in der Norm für mich erledigt.

Grüßen ist die Höflichkeit der Könige.

In meinen jungen Jahren, also anno dazumal, machte ich eine Lehre als Einzelhandelskaufmann, sprich Verkäuferin. Ich war damals im Lebensmittelbereich tätig und ich liebte es. Es gab immer wieder etwas zu tun,  da war ich abwechselnd mal an der Wursttheke, dann wieder bei der Obstabteilung, zwischendurch mal im Keller um Flaschen zu sortieren (ja, das wurde damals noch mit der Hand gemacht, da gab es riesige Flaschenwagerl, der geehrte Leser möge sich das einfach als einen überdimensionierten Einkaufswagen vorstellen. Also nicht doppelt so hoch wie so eine Einkaufshilfe, sondern einfach um einiges länger, in etwa die gleiche Höhe. Darin wurden die zurückgebrachten Flaschen gesammelt, war eines dieser großen Gitter auf Räder voll, so musste es vom Obstbereich quer durchs ganze Geschäft ins Lager, und dann noch extra mit einem speziellen Lift in den noch tiefergelegenen Keller befördert werden, wo die Flaschen dann in die entsprechenden Kisten geordnet wurden. Die Kisten dann..öhm ja,..usw.), dann wieder bei der Kassa. Den Tag der Warenanlieferung liebte ich ganz besonders, da wurde, wie damals noch üblich, über Mittag zugesperrt und wir bemühten uns, in dieser Zeit soviele Waren wie nur irgendmöglich zu übernehmen und einzuordnen. Das restliche wurde natürlich während der Geschäftszeit gemacht. Das war auch so etwas..

Als ich probeweise, viele Jahre später, in einem anderen Geschäft mich versuchte, und dort die Ware angeliefert wurde und ich diese zur Seite stellte, damit die Kunden durchkommen, hieß es nur, – ach laß nur, die sollen eben die anderen Gänge nehmen, oder aussen herum fahren – das geht uns nichts an..so in der Art wie, sind ja eh nur Kunden.

???

Ahaa..okeeh..hmm

Also bei uns damals hieß es wirklich noch:

Der Kunde ist König

Jeder! wurde begrüßt. Stammkunden selbstverständlich mit Namen angesprochen. Freundlichkeit war eine Selbstverständlichkeit. Jeder Mitarbeiter kannte sich bei jedem einzelnen Artikel aus (da wusste auch noch jeder den exakten Preis von jedem Artikel – Scannerkassen gab es da noch nicht). Gab es im Regal einen bestimmten Artikel nicht, sahen wir natürlich im Lager nach, war er auch dort nicht mehr vorrätig, wurde extra bestellt.

Und heute?

Da kommt man in ein Fachgeschäft, fragt und bekommt vielleicht ein Schulterzucken, oder ein- das weiss ich jetzt aber nicht,- oder einmal- so etwas gibt es gar nicht (war damals ein Internetkabel :-O ). Nun, anscheinend muss der Käufer schon sehr genau Bescheid wissen, wenn er etwas kaufen möchte. Sollte es sich dabei, Gott bewahre! um ein technisches Gerät handeln, dann muss er bereits alle Vorzüge, alle Nachteile und wer weiss noch alles bereits im Vorfeld gegoogelt haben (kann man eigentlich auch gestartpaged sagen?^^)

Aber es ist oft auch bei Ämtern dasselbe. Wenn man dem eigens dafür ausgebildeten, geschulten, studierten..what ever… Mitarbeiter erklären muss, was Sache ist, na super! Da hatte ich schon etliche Diskussionen. Und wenn sie noch dazu meinen, dass man ohnhin von nichts eine Ahnung hat, da kann man dem Fragenden, Unwissendem (hätten sie wohl immer gerne) auch gerne mal das eine oder andere verschweigen. Und ja, man muss heutzutage schon wirklich alles selber im Vorfeld wissen.

Und das kanns ja jetzt nicht sein oder?

Auch in meinem aktuellen Job arbeite ich mit vielen Menschen. Habe hier mit den unterschiedlichsten Personen zu tun (sehe gerade eine Paralelle – früher- jetzt- hatte überall die unterschiedlichsten Aufgabengebiete, immer mit vielen Menschen zu tun, was ich gar nicht kann und mag, ist, wenn ich eine eintönige Arbeit habe- Blog: 1000 Interessen haha) -und es fällt mir da wirklich kein Zacken aus der Krone, wenn ich zu allen höflich und! freundlich bin. Einerseits repräsentiere ich ja damit meinen Kunden (arbeite im Auftrag einer Firma als Sicherheitsfachkraft, och nöö, als Security- hört sich doch cooler an  oder? 😉 ), andererseits kommt immer alles zurück. Wie man in den Wald hinein ruft …Und drittens: Es geht einem selbst dadurch auch viel besser.

Sehr euch nur die Menschen auf den Strassen an. Ich liiiiebe es Menschen zu beobachten. Einfach herrlich! Wenn ich z.B. auf einen Flug warten muss, also, mir war es dabei noch nie langweilig, und wenn es Stunden dauerte. Oft denke ich mir Geschichten zu den Gesichtern aus…oder ich versuche einfach sie einzuschätzen, wie ihr Leben verläuft, was sich so abspielt.

Was ich auch seehr gerne sage, wenn ich jemandem extra die Tür aufhalte und der-/oder diejenige geht dann einfach ohne ein Wort zu sagen, durch: „Bitte! Sehr gerne!“ Meist schauen diese Menschen dann sehr irritiert. Anscheinend ist es schon die Norm, dass niemand mehr bitte und danke sagt^^ – Ich habe diese Worte von klein auf gelernt –  zu Hause, in der Schule und dann im Beruf, war einfach selbstverständlich. Und habe dies auch meinem Sohn von Anfang an beigebracht (ist ja wirklich nicht so schwer), dafür wurde er in der Schule sogar mal extra erwähnt und gelobt – also schon eine richtige Ausnahme, was mich einerseits damals natürlich mit Stolz erfüllte, obwohl ich darin nichts Besonderes erkennen sollte, wenn er einfach andere Menschen grüßt, andererseits ist es traurig, dass es anscheinend schon soviele andere Individuen gibt. Auch heute wird mein Sohn noch bitterböse, wenn ihn jemand nicht zurück grüßt.

Es ist wirklich (sage ich zu oft wirklich?^^) nicht notwendig, mit grießgrämigem Gesicht herum zu laufen. Wirklich nicht. Und als Dienstleister schon gar nicht, und auch als Privatperson nicht notwendig. Sobald man auch nur einem einzigen Menschen am Tag ein strahlendes Lächeln schenkt, einfach so, macht man ihm eine Freude. Sein Tag beginnt ganz anders, vielleicht ist dies sein einziges Lächeln an diesem Tag, vielleicht das Einzige in dieser Woche oder überhaupt. Und es kommt definitiv zurück. Wirklich! ❤

Wie seht Ihr das? Bin schon sehr auf Eure Erfahrungen und Meinungen dazu gespannt.

 

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Autor: 1000interessenblog

Hallo, ich heiße Herta Beer, meine Interessen sind Fimo, Resin (Gießharz), Malen (Acryl), Reiki, Magie, Engel, Drachen, interessante Gespräche,.. ach, schaut einfach vorbei :-) Ich würde mich sehr freuen :-)

5 Kommentare zu „Unhöflich und inkompetent“

  1. Es ist ja seit Jahrtausenden normal, dass die Älteren über den Sittenverfall bei den Jungen jammern, und ich machs nun genau so. Kann so gut wie alles bestätigen, was du hier schreibst.
    Ich hab auch den Eindruck, dass zusätzlich zum normalen, traditionellen Sittenverfall 🙂 die Internet-Händi-Seuche dazu beiträgt, dass viele viele Leute nicht mehr aufs Hier und Jetzt achten, nicht mehr auf die Wirklichkeit um sie herum, sondern ihren Schwerpunkt in virtuellen Welten haben. Freiwillig in der Matrix sozusagen. Das führt dazu, dass wenige nur noch mal ne Tür aufhalten, im Straßenverkehr auf andere achten (Blinken scheint auch völlig aus der Mode zu sein), schlicht VorSicht und RückSicht üben. Viele sind voll Egozentrisch unterwegs. Ich vermute auch, vielen jungen Leuten wurde paarmal zu oft reingerieben, wie toll, individuell, einzigartig und besonders sie sind. Jaja, wir sind alle was Besonderes. Die andern halt auch.

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    1. Nun ja, ich möchte nun keineswegs alle in einen Topf werfen, vor allem nicht die Jugend. Natürlich ist es jetzt eine andere Zeit, aber dies sind ja jetzt ganz die Jungen, jene, in den Mitte 20ern, wurden doch noch ein wenig anders groß, aber ob mit oder ohne virtuelle Präsenz, Erziehung kann einem niemand abnehmen. Danke fürs Lesen und den Kommi – lg

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  2. Ohjaaa ist leider oft so. Oft ist es aber auch der Streß in der heutigen Zeit das wir mit den Gedanken oft woanders sind und das dann gar nicht böse gemeint ist wenn man mal auf die einfachen herzlichen Wörtern vergisst. So meine liebe bei dir hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen hast woll zu schnell getippt 😉 schönen Tag noch und Liebe Grüße da lass 😊

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