Kindern Flügel geben oder sie stutzen

img_flugel-724x800

Wenn dein Kind in eine höhere Schule geht und es dann aber den Wunsch verspürt diese abzubrechen (1 Jahr vor dem Abschluss), um seine eigenen Ideen, Wünsche und Vorstellungen zu verwirklichen, was machst du?

Aufschreien, toben und darauf bestehen, dass es die Schule weiter besucht und den Abschluss macht? Wobei hier natürlich auch nicht gesagt ist, dass der Abschluss, also die Matura (in Deutschland das Abi 😉 ) von Erfolg gekrönt ist. Also nicht von den Noten her, sondern vom Bestehen. Es zwingen, die Schule weiter zu besuchen?

Oder dem Kind zustimmen und sagen: „Du mach nur, absolut kein Problem. Dann machst eben was anderes. Du bist alt genug (18, 19 Jahre) und weißt selbst, was das Beste für Dich ist“?

Nun, diese Fragen beschäftigten schon ein Weilchen. Gut, es wurde weder getobt, noch geschrien und schon gar nicht gezwungen. Man möchte seinem Kind ja doch das Beste ermöglichen, es soll es doch einmal „besser“ haben, als man es selbst hatte. Es soll nicht so hart arbeiten müssen, nicht von Anfang an sich mühsam, Steinchen für Steinchen nach Oben kämpfen müssen. Was heisst aber schon „Oben“? Das man dann ausgesorgt hat, dass man sich jede Wohnung, jedes Auto, jeden Wohlstand sich leisten kann? Und dann aber dennoch unglücklich ist? – Denn, Geld ist mit Sicherheit wirklich nicht alles.

Reich und glücklich und gesund!

Das wärs, wenn…wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. Aber dann wäre es ja viiiel zu einfach im Leben 😉

Einige Herausforderungen müssen schon sein. Sonst langweilt man sich ja nur. Und ja, ich nenne seit einiger Zeit eventuelle Probleme, Hindernisse und Hürden einfach nur mehr Herausforderungen. Und diese meistert man um einiges leichter, als übergroße Probleme, welche sich wie überdimensionale Mauern vor einem aufbauen. Herausforderungen sind ok.

Also was tun? Das Umfeld fragen? Der besten Freundin erzählen? Sich woanders einen Rat holen? Und wenn, dann wo?

Wenn das eigene Kind schon alle Zustände bekommt, wenn es nur an die Schule denkt, möchte man es ja auch nicht leiden sehen. Und es ist ja auch nicht so, dass es dann nichts tun möchte und nun den lieben langen Tag im Bett lümmelt und die kommenden Jahre im Hotel Mama wohnen möchte. Nein, im Gegenteil!

Die Pläne sind groß. Da ist von Selbständigkeit die Rede, von einer anderen Schule, wo man genau das lernt, was man konkret für die Umsetzung der Pläne braucht. Der Haken: es wäre eine Privatschule und die ist..erraten- teuer! Zu teuer! Denn Mama, alleinverdienend und alleinerziehend, hat einen, zwar interessanten, aber doch einen normal bezahlten Job…oder so.. Normal bezahlt, heisst in dem Fall, eher im unteren Bereich, aber ok. Es gibt ein Dach übern Kopf, es ist warm, es ist genug zu Essen da und für jedes Buch sowieso 😉 – also alles easy! Nur für eine Privatschule reicht es leider nicht. Zu allem Überfluss fallen mit einem Schulabgang gleich auch noch einige Hilfestellungen weg (z.B. Familienbeihilfe und noch ein wenig mehr) – System, i love you :-/

Schulabbruch – das Leben ist versaut!

Ist das so? In einer Diskussion hieß es, ohne Matura kommt man nicht weiter. Ohne Matura hat man keine Zukunft. Aha,..also mit Matura bekommt man automatisch einen Job? Einen gutbezahlten Job? Der einen noch dazu mit Freude erfüllt?

Nein! Garantien gibt es keine. Die gibt es nirgends. Kein Mensch auf der Welt kann eine Garantie geben, dass es nach dem Abschluss und mit diesem in der Tasche auf einmal alles wunderbar und toll ist. Wieviele sind dann arbeitslos gemeldet? Wieviele gehen dann vorübergehend in eine Fabrik arbeiten oder nehmen irgendeine Arbeit an, nur damit sie etwas haben? Vorübergehend,..nur solange, bis ich etwas anderes gefunden habe..jaja..is klar. Andere studieren, oft lange, oft sehr lange. Bis sie überqualifiziert sind und dann erst wieder..ach, es ist nicht einfach.

Wozu sind Eltern da? In diesem Fall, wozu ist der Elternteil, der das Kind großgezogen hat, überhaupt da?

Um seinem Kind Wurzeln zu geben, damit es sich immer zu Hause, es sich geborgen und sicher fühlen kann. Und um ihm Flügel zu schenken, damit es in die weite Welt fliegen kann, hoch, höher, am höchsten. Um seine Träume lebendig werden zu lassen.

Und ich denke, dass ein Stück Papier nicht die Macht haben sollte, um über ein Leben zu entscheiden, über Glück oder Unglück, Freude oder Trauer, Sein oder Nichtsein.

Was einzig und allein zählt, ist, dass Glück eines Menschen, seine Zufriedenheit, die innere Ausgeglichenheit! Und wenn es sich dabei um das eigene Kind handelt, freut man sich als Mama ja  extra, wenn es ihm gut geht. Ich  wünsche ihm das höchste Glück auf Erden!

Ich stutze keine Flügel! Jedes Kind hat sein eigenes Leben, seine eigenen Vorstellungen und Träume und nicht die der Eltern. Zumindest jedes selbständig denkende Wesen. Und wenn Eltern dies anders sehen, sollten sie sich besser einen Hund zulegen, den sie dressieren können, damit er alles tut, was man ihm sagt. Also jene Eltern, die in ihren Kindern einfach nur Möglichkeiten sehen, ihre eigenen nicht befriedigten Lebensvorstellungen und Egowünsche, umsetzen zu können. Wo die Kinder nichts zu bestimmen haben.

Flügel zum Fliegen!

Wir schaffen das! ❤

 

 

 

 

 

 

 

 

Advertisements

Autor: 1000interessenblog

Hallo, ich heiße Herta Beer, meine Interessen sind Fimo, Resin (Gießharz), Malen (Acryl), Reiki, Magie, Engel, Drachen, interessante Gespräche,.. ach, schaut einfach vorbei :-) Ich würde mich sehr freuen :-)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s