Auswandern oder doch nochmal Luft holen?

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H wie Herta – G wie Gesundheit

Kennt Ihr das auch? Da gibt es Tage, da möchte man absolut alles hinwerfen und einfach nur Sein.

Aufgehen in seinen Hobbies, mehr Zeit für sich haben, mehr auf sich achten, auf seine Gesundheit, keinen Stress mehr haben, auswandern…oder doch noch einmal noch tief Luft holen und weitermachen wie bisher?

Denke, solche Tage hat jeder einmal. Aber wenn es zum Dauerzustand, zum permanenten Gedanken wird. Was dann?

Ich mache meinen Job wirklich gerne, in letzter Zeit jedoch…denke ich mir immer öfter- ach nöö.

Warum tu ich mir diesen Stress an? Seit ich die Leitung habe, ist es manchmal wirklich sehr schlimm. Ich bin gerne für meine Kollegen da und mache und tue. Hier freie Wunschtage, dort eine Änderung, hier ein Urlaubswunsch, dort wieder eine unerwartete Krankmeldung, Dienstpläne schreiben, dabei darauf achten, dass alle Kolleginnen und Kollegen auf ihre Stunden kommen, nicht zu wenig, nicht zu viel, immer abwechselnde Dienste haben, sowohl von den Zeiten, als auch von den Tagen und den Toren her (Security Firma). Alles kein Problem! Wenn jedoch wieder und wieder unerwartete Ereignisse eintreten, wobei es einer beinahe stündlichen Änderung des Dienstplans bedarf und dies über Wochen und Monate hinweg…

..dann reicht es einmal!

Eben kommt mir der Gedanke, ob ich nun nicht zuviel aus dem Nähkästchen plaudere..?^^ Ach, ich nenne ja keine Namen, keine Firmen- eigentlich geht es nur um mich. Das andere ist – äh- schmückendes Beiwerk^^ – hm, eher der Grund für diesen Beitrag, zum Verständnis für den Leser und auch um mir mal Luft zu machen. Ist ja schließlich mein Blog 😛

Wenn man dauernd in der Mitte zwischen dem Großkunden, meinen Chefs und den Kollegen steht, macht und tut, verhandelt, beschwichtigt, versucht, eine gerade Linie zu bekommen, damit alle mehr oder weniger zufrieden sind, den eigenen Willen dabei  versucht nicht zu kurz kommen zu lassen, man aber keine bis wenige Befugnisse an sich hat – ist dies auf Dauer schon sehr zermürbend. Vor allem, wenn die Ergebnisse sehr unzufriedenstellend ausfallen- zumindest in meinen Augen. Da geht mehr. Ginge mehr!

Alles hinwerfen? Und mit meinen Hobbies versuchen, sich über Wasser zu halten? Wirklich einmal auf sich selbst und in meinem Fall nun extra auf die eigene Gesundheit zu achten, ohne dass man immerzu unter Dauerstress steht. Da ich aber auch alleinerziehende Mama bin, geht es ja nicht nur um mich. Ich trage ja auch meinem Kind (auch wenn er nun schon groß ist – Kind hört sich so nach einem kleinen Zwergerl an 😉 ) gegenüber Verantwortung. Und diese ist wahrlich nicht klein. Verhungern wir dann zusammen?

Es geht immer weiter

Ja doch. Wie oft habe ich diesen Satz gehört? Wie oft selbst gesagt? Wie oft erfahren, dass es wirklich so ist. Irgendwie geht es immer weiter. So oder so.

Einerseits ist es mir egal, wie es weiter geht. Habe keine großen Ansprüche- nur 3 x im Jahr auf die Malediven, Limo mit Chauffeur…hehe, ja sicher. Nein, haben eine ausreichend große Mietwohnung ohne goldene Kronleuchter, ohne extra teure Anschaffungen. Dennoch wäre es ein Hit, wenn ich zumindest die Fix-Kosten bezahlen könnte, falls ich alles hinwerfen sollte. Einfach vertrauen? Vertrauen, dass, wenn sich eine Türe schließt, sich viele andere öffnen? Und wenn nicht? Bin ich einfach zu feige? Kann natürlich immer sein, dass ich von einem Moment auf den anderen sage- Schluss! Aus! Finito! Ich gehe!

Ich verstand nie die Menschen, die Jahre oder jahrzehntelang einer Arbeit nachgingen, darüber jammerten und nichts dagegen, besser gesagt dafür machten. Och, so schlimm ist es ja dann doch nicht. Gut! Dann jammere nicht! Sonst ändere etwas. Muss ja nicht von jetzt auf gleich sein, aber langsam..dafür sind dann aber die meisten Menschen zu bequem.

Veränderung! Oh mein Gott!

Davor hat die Mehrheit der Menschen Angst. Doch, wenn man selbst etwas nicht verändert und es soll etwas geschehen, dann wird! verändert. Ohne eigenes Zutun. Ist das dann besser? Wenn Andere über einen entscheiden oder es auf einmal Situationen gibt, welche dann genau das bewerkstelligen, was man sich gewunschen hatte? Bringt man es selbst zum Laufen, dann hat man die Zügel selbst in der Hand. Beim anderen, wird entschieden und man hat rein gar nichts mehr zu sagen.

Dachte auch ans autarke Leben. Informierte mich. Nun, wenn ich das richtig verstanden hatte, muss man dafür schon ein kleiner Millionär sein, um autark leben zu dürfen. Was man da alles benötigt. Und nein: Habe absolut keinen Bedarf, dass ich mich in einem kleinen Dorf, einer selbst ernannten autarken Gemeinschaft, anschließe. Mit großem, gemeinsamen Essen für alle. Jeder kocht abwechselnd. Möchte dann für mich sein, meine Ruhe haben. Ab und zu, vielleicht. Aber sicherlich nicht die ganze Zeit.

Oder auswandern. Immer wieder ein faszinierendes und wiederkehrendes Thema. Wohin?

Sicher sollte es sein. Am Meer wäre toll, was wenn aber ein Tsunami kommt? Dann doch lieber in die Berge, obwohl, Berge finde ich auf Dauer dann auch nicht so spannend. Und dort dann autark leben- wo auch immer. Ist natürlich jetzt auch nicht mit Extrakosten verbunden 😉 Blöd, wenn man keine Millionen zur Seite geschafft hat. Nicht mal ein kleines Milliönchen.

Aber leben um zu Arbeiten?

Arbeiten um zu leben? Beides keine schönen Aussichten. Und das bis zur Pension. Wann auch immer sie dann kommen möge, wenn es dann denn noch eine geben sollte.

Seine eigenen Träume, Wünsche und Hoffnungen erfüllen können, ohne Wenn und Aber.

Das wärs…

Freue mich wie immer über Kommentare und in diesem Fall Anregungen. Wie händelt ihr das? Umsetzung? Bei mir ist es auch nicht so, dass ich Angst vor Veränderungen habe, im Gegenteil, hatte in meinem Leben schon sehr oft von vorne begonnen. Vielleicht zu oft. Oder nicht oft genug. Einfach nur leben und die Momente bewusst genießen, nicht ans Morgen denken müssen. Das machen, was einem Spaß und Freude bereitet und! diese überwiegt.

Da bei mir natürlich auch die Sorge immer mitschwingt, dass meine Diagnose wieder kommen könnte, denke ich mir, du hast nur dieses eine Leben (zumindest ist uns ja nur diese eine bewusst). Zwei Warnschüsse hatte ich ja bereits,  und dann mal kurz vorm Burnout gestanden. Gäbe es noch einen dritten Warnschuss oder war es das dann? Es kann ohnhin für Jeden, jederzeit! aus sein.

Jeder sagt zu Jedem, acht auf Dich! Doch wer macht das tatsächlich? Und wieviele sind schon so im System gefangen, dass sie nicht einmal den Ansatz eines Gedanken haben, dass es auch anders sein könnte?

Einfach machen, wozu man Lust hat? Mehr den Energien, dem Universum, dem Göttlichen vertrauen?

Bin schon sehr auf Eure Gedanken gespannt ❤

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Autor: 1000interessenblog

Hallo, ich heiße Herta Beer, meine Interessen sind Fimo, Resin (Gießharz), Malen (Acryl), Reiki, Magie, Engel, Drachen, interessante Gespräche,.. ach, schaut einfach vorbei :-) Ich würde mich sehr freuen :-)

16 Kommentare zu „Auswandern oder doch nochmal Luft holen?“

  1. Ich hab gelernt, das wir drei Dinge an der Basis unseres (spirituellen) Weges brauchen: Ort, Gemeinschaft, Werk/Beruf/Tun. Wenn da was nicht stimmt, sollten wirs verändern. So viele Menschen begnügen sich mit dem was ist, weils ’nicht anders geht‘, weil ‚Sachzwänge‘, und anders wärs bestimmt viel schlimmer… Immer wenn ich Angst wg. sowas bekomme – Existenzangst, die dann dazu führt, dass ich eben wirklich nur irnzwie existiere, statt zu LEBEN, dann sag ich mir: Was soll denn geschehen? Schlimmstenfalls trämpe ich nach Indien… oder so. Es gibt Leute, die leben ohne Geld. Die Welt ist groß. Viel größer als wir glauben sollen.
    Ich hab schon öfters mal im Leben was Sicheres aufgegeben, wenns so weit war. Wenn ich Vertrauen geübt habe, haben die Dinme sich heilsam undf stimmig gefügt. Ich komme Schritt für Schritt immer mehr da an, wo ich sein will: In meiner Mitte. Das ist ständige Balance, tanzen. Konfizius sagt: „Wer stets glücklich sein will, muss sich oft verändern.“

    Hm, das war gez bisschen konfusius… 😛 Ich hoffe, ich konnte rüberbringen, was ich sagen will… =)

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    1. Was mach ich denn in Indien? 😉 Nein, weiß natürlich was gemeint ist. Ja, stimmt schon, dass dann immer was Neues kommt..aber da man vorher nie weiß, was,..nun ja. Anscheinend werde ich nun ..hm ..vorsichtiger? Dabei sollte ich gerade jetzt dies nicht in dieser Form sein. Danke für Deine ausführlichen Zeilen. Glg Herta

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      1. Hehe. Ja – ich bin ja auch noch nicht in Indien, und ich leben nach wie vor mit Geld etc.
        Es ist erst mal nur die innere Haltung, die Angst in Vertrauen verwandelt. Der Gedanke: Wenn’s sein muss KANN ich nach indien und/oder ohne Geld oder sonstwas scheinbar Verrücktes. Ich kann, drum hab ich vor nichts Angst. Und dann öffnen sich neue Wege, die wir mit ein bisschen Mut gehen können. Ganz organisch. Also, bei mir ist das immer wieder so geschehen.
        Eya. Vetch hat Schwafelanfall kurz vorm Schlafengehn… X)

        Schönen Abend dir! =)

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  2. Ist es woanders anders? Am Anfang vielleicht , wenn man noch so viel entdecken kann, wenn alles neu ist. Aber irgendwann kommt man doch in seinen Trott wieder rein, und immer wieder weggehen geht nicht. (Warum eigentlich nicht?) Ich hab irgendwann diesen Ort gefunden, jetzt, hier , an dem alles passt, und trotzdem denke ich manchmal ans weggehen, vielleicht wieder zurück in die Heimat? Aber da ist niemand mehr. Also hab ich mich entschlossen,hier etwas zu ändern, zumindest beruflich, und es kam daher geflogen wie ein Wunder, das ich jetzt noch mal eine Weiterbildung machen kann und dann, wenn sie geschafft ist, womöglich, hoffentlich, das arbeiten kann, was mich wieder für eine lange Weile zufriedenstellt. Ich glaub, wenn wir daran glauben, und ruhig und froh in uns sind, und neugierig, dann passiert das,was passieren soll, und dann reicht uns vielleicht ein Urlaub am Meer.Denn nach 4 Wochen ist die Sehnsucht nach gescheitem Brot dann doch zu stark. Jedenfalls für mich,…wobei, eine kleine Hütte in Südfrankreich, am Meer, dort leben und Lavendel züchten,…hmmm…
    Lieben gruss Kat.

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    1. Das ist eben die Frage aller Fragen- oh, Wow! Du hast deinen Ort gefunden- siehste?!°° 🙂 Mal sehen, ob es bei mir auch so ist, oder doch hier bleibe oder was anderes verändere- aktuell ist noch alles in der Schwebe- noch vieles beim Alten, außer meinen Gedanken 🙂 Glg Herta

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  3. Ich bin schon sehr früh „ausgestiegen“.. hatte einfachen keine Lust mehr. Hab mich dann im Tiere gekümmert (UMSONST!) und später über 20 Jahre einen privaten (alles selbst bezahlt!!) Gnadenhof gehabt.
    Wollte etwas sinnvolles tun… hab uns damals damit finanziell fast ruiniert… hatte einen schweren Zusammenbruch… viele Sorgen, viel Elend!
    Tja, mußte viele Jobs machen um Kohle zu bekommen und mein Mann hat immer gearbeitet. Es war echt hart.
    Versuchte mit dem Bärenmachen und den Edelsteinen Geld zu verdienen.. leider hat das nicht wirklich geklappt. Von seinen Hobbys leben hört sich schön an, gelingt aber nur wenigen.
    Man muß sich Freiräume schaffen… und kann die Arbeit hinwerfen wenn man abgesichert ist..sonst würde ich das nicht machen.
    LG, Petra

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    1. Ja, das ist ja das Traurige. Wenn man bereits abgesichert ist, dann^^ kann man tun, was man möchte und einem Spass und Freude bereitet? Das kanns ja jetzt auch nicht sein, auch wenn die Realität leider anders aussieht. Danke für Deinen Kommentar und Deine Erfahrungen, welche Du nun geteilt hast. Aber Hochachtung dennoch für Deinen Mut! Glg Herta

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  4. Ach herrie das ist wirklich schwierig , obwohl Auswandern für mich keine Option were. Und man muss arbeiten damit man nicht verhungert, man wird schon fast dazu gezwungen… Wenn ich heut nicht so schreib faul wer ( bin am Handy) … Also bis die tage mal.. Freu mich immer von dir zu lesen und hören 😉 Liebe Grüße da lass

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    1. Bin auch gerade am Handy am Schreiben, schaff es gerade nicht zum PC, körperlich bedingt, hat mich wieder erwischt. – Gezwungen zum Arbeiten- und genau das kanns ja jetzt nicht sein. Wo bleibt die Lebensfreude, das Strahlen? Die Freude? Heißt ja, wenn man etwas gerne macht, so ist dies keine Arbeit. „Arbeite“ auch gerne, aber Iwo ist mal die Grenze erreicht. Glg Herta

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  5. Gleich, wohin Du gehst, Du nimmst dich selber immer mit

    Als ich das verstand, konnte ich bleiben. Heute (in meinem 55sten Lebensjahr) stellt sich die Frage nach einem Wechsel nicht mehr wirklich. Es sei denn, gesundheitliche Gründe zwingen mich dazu. Wozu ich natürlich auch meine seelische Gesundheit zähle.

    Zwei Dinge sind mir sehr wichtig geworden, im täglichen jagen und sammeln:

    – Ich tue, was ich kann. Immer. Das beinhaltet auch die Akzeptanz von Grenzen, die mir gezogen werden oder die in mir selbst sind. Wobei Grenzen keine statische Angelegenheit sind, sie lassen sich mit Beharrlichkeit und Ausdauer verschieben. Nur eben nicht mit Gewalt, gegen mich oder andere.

    – Ich bin für mein Tun und Lassen verantwortlich, für sonst nichts. Heute reagiere ich ausgesprochen allergisch auf Versuche, Verantwortung auf den Rücken anderer, speziell meinem, abzuwälzen. Das lässt mich auch mitunter sehr emotional werden, wie man so sagt. Dazu zählt auch, das ich andere so nehmen muss, wie sie nun einmal sind, weil für sie prinzipiell das Gleiche gilt 😉

    Ein weites Feld, das Thema…

    Grüße & guten Morgen !

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    1. Ja eben. Mach und tu auch was ich kann, dies jedoch zu oft^^ bis hart an die Grenzen. – Verantwortung auf mich abwälzen ist natürlich sehr praktisch. OK, habe die Leitung zwar über, aber null Befugnisse und wenn eine Entscheidung ansteht, entscheide ich, im Rahmen meiner Möglichkeiten. Wie der weitere Weg aussieht, steht dann nicht in meiner Gewalt. Verantwortlich bin ich jedoch immer und dies von allen Seiten, und das kanns jetzt auch nicht sein. Auch meine permanente 24h Rufbereitschaft, immer, tagtäglich, werde ich abstellen. Schon klar, dass man sich selbst immer mitnimmt, wäre aber auch schade, wenn ich nicht mit dabei wäre 😉 soll ja so sein. Danke für Deinen interessanten Kommentar – LG Herta

      Gefällt 1 Person

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