Angst vor dem Tod

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Auf einmal hatte ich so einen Moment, wo ich mir dachte, was, wenn nun auf einmal alles aus ist. Einfach so – zack! Ohne mein Zutun. Ohne dass ich irgendetwas dafür tue, ohne dass ich etwas dagegen machen kann. Leben vorbei! Mir wurde dies in diesem Moment erschreckend bewusst. Nicht so der Gedanke, dass ich mir meiner eigenen Sterblichkeit bewusst wurde, nun ja, eigentlich schon, aber diese Momentaufnahme war so erschreckend, so klar, so deprimierend, als fiele man von einer Sekunde auf die andere,  in ein schwarzes, tiefes Loch, Ein sehr tiefes.

Ich bekam Herzklopfen, hielt den Atem an und vielleicht starrte ich sogar mit geöffnetem Mund auf den Streckenabschnitt der gerade vor mir lag. Kommt natürlich jetzt nicht sooo gut, wenn man gerade mit dem Auto unterwegs ist. Aber das habe ich auch überstanden und überlebt. Zumindest überlebt. Denn diese Situation war gestern Abend und es hatte mich ziemlich getroffen und mitgenommen. Auch heute noch.

Bin mir nun nicht sicher, ob dies eine konkrete Thanatophobie sprich-  die Angst vor dem Tod-  ist. Zumal es mich ja so erstmalig mit voller Wucht traf, als ich nun doch schon einige Jährchen auf dieser Welt verbracht hatte. Nach meiner Erstdiagnose damals, hatte ich ein anderes Gefühl, also eigentlich war das mehr ein Schock. Doch die nachfolgenden Ereignisse überschlugen sich so schnell, dass ich gar keine Zeit hatte, viel darüber nachzudenken. Bei meiner Zweitdiagnose, als der Krebs wieder kam, war es auch anders. Ich wurde mir meiner eigenen Sterblichkeit ziemlich stark bewusst. Da ging es mir auch nicht wirklich gut. Als ich wieder arbeitete, verblasste dies dann aber wieder schön langsam. Waren danach eher so Zwischensequenzen- die eigene Gesundheit ist das Wichtigste, schau auf dich,…jaaa,..eh schon wissen.

Man weiss sowas ja ohnehin. Jeder von uns. Und dennoch möchte man es nicht wahrhaben. Das Leben genießen- ja doch! Ich weiss!! Hatte auch schon einiges in meinem Umfeld verändert- dennoch ist mir das noch immer nicht genug. Es fehlt noch was. Es fehlt noch einiges. Ich möchte ja noch viel in meinem Leben machen, doch wann, wenn nicht jetzt?! –

Angst, etwas zu versäumen? Vielleicht. Aber das ist es auch nicht wirklich..denke ich. Dennoch bin ich in einigen Bereichen noch zu schwach, zu feige, zu systemabhängig,..was auch immer, aaber: ich arbeite daran 😉

Denn: Einiges muss definitiv noch verändert werden und ich hoffe, dass ich es vorm Aus noch schaffe. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. 😉

Konkrete Angst vor dem Tod oder dem Sterben hatte ich bisher noch nie in meinem Leben. Eher, was kommt, wenn ich nicht mehr bin, alles auf meinen Sohn zu. Wie geht es weiter und und und…

Aber dieses jetzt, ist komplett was anderes,.. das Gefühl ist noch immer vorhanden, jenes, welche ich verzweifelt versucht hatte, es zu beschreiben. Vielleicht versteht mich ja der Eine oder Andere trotzdem 🙂

Und vielleicht, aber nur vielleicht, hatte ja auch schon jemand von Euch so ein Gefühl.

❤ ❤ ❤

 

 

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32 Gedanken zu “Angst vor dem Tod

  1. Hallo erst mal,
    ich weiß genau, wie du dich fühlst. Die Angst vor dem Tod hat mich lange genug begleitet und ich bin froh, dass ich sie los werden konnte.
    Ich konnte dem Tod etwas positives abgewinnen. Er gibt dem leben nämlich diese besondere Würze: Die Endlichkeit. Ist man sich dem Tod bewusst, kann man viel glücklicher leben. 🙂

    Gut Pfad, XN

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  2. Das muss wirklich eine intensive Erfahrung gewesen sein, ich stelle mir das auch ziemlich gruselig vor. Ich hab beim lesen, als du von deiner Geschichte erzählt hast an ein Video gedacht, was such um das Thema dreht und vor allem auch wie wir die Aufgaben angehen und uns diesen Aufgaben bewusst werden ,die wir wirklich noch machen möchten und wichtig sind. Vielleicht resoniert es ja mit dir: https://www.youtube.com/watch?v=090rkHtWqqo (Gibt auch einen deutschen Untertitel) LG

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  3. Eher, was kommt, wenn ich nicht mehr bin, alles auf meinen Sohn zu.

    Eher das. Nicht mehr da sein können. Mein Bruder, der vor 12 Jahren starb, hatte sicher genau dieses Gefühl vor Augen. Er KANN nichts mehr für seine Kinder tun!

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  4. Ich erinner mich, dass ich das auch mal hatte, was ist dann, was hab ich gehabt vom leben, was wollte und will ich noch…. Ich hab ein Buch gelesen, Schwester Tod, und dachte: ein schöner Gedanke, dass Tod weiblich ist. Eine Schwester. Hallo, grüße dich, aber jetzt bin ich noch nicht beteit. Vielleicht kann ich verha
    Ndeln. Vielleicht geh ich auch gerne mit ihr mit. Ich weiss es nicht. Ich hab sie oft gesehen, ich hab sie oft gespürt, wenn auch nicht mich betreffend. Wenn ich die Angst verlieren kann, kann ich mein Leben anders, bewusster, leben. Ich versuche es. Damit mein Leben abgeschlossen ist, auch wenn es plötzlich geschieht. Das Sterben. Liebe Grüße Kat.🌸

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  5. Ich kenne das Gefühl sehr gut, es überfällt mich seit meiner Kindheit immer mal wieder. Erst im letzten Jahr habe ich angefangen mich dieser Angst zu stellen und mich mit dem Thema Tod zu beschäftigen. Und tatsächlich hilft mir das bei der Angstbewältigung. Es gibt einige gute Bücher dazu.

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    • Wirklich? Oh, dachte schon, ich hab sie nicht mehr alle. Kannte mich überhaupt nicht mehr aus. Bei einer Seite, auf die ich bei meiner Netzsuche stieß (oh, das wollte ich eigentlich auch noch unterbringen, egal), welche da hieß, 40 beruhigende Gründe.. oder so, also wenn man sich die durchliest, schürt das noch Extra Ängste. Puh. Werde dann mal nach Büchern Ausschau halten, danke für den Tipp! Und ein Extra Danke für das Mitteilen Deiner Erfahrungen. Vielleicht ist es bei mir morgen ja auch schon wieder vorbei, aber vielleicht auch nicht. Danke! Glg Herta

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