Was tun bei Frust und Ärger?

Was tun, wenn der Frust Oberhand gewinnt und man vor lauter…aaaaaaahhh. so richtig in Rage ist, so, dass man schon beinahe nicht weiß, was man machen soll.  Hier einige  Punkte was man machen, sowie eine Liste, was man in so einer Situation unbedingt vermeiden sollte.

Bevor man völlig ausrastet, nun einige Tipps:

  • Box in ein Kissen!
  • Schrei in das Kissen!
  • Geh in den Wald und lass dort einen Schrei los. Meist genügt es dann aber bereits, dass man nun schon im Wald ist und man sich bereits wieder etwas beruhigt hat.
  • Schreib deinen Ärger auf! (Danke an dieser Stelle an Zimmermannmon – Blog Mimisdosenöffner fürs Wiedererinnern ❤ ). Geht es um eine bestimmte Person, würde ich ihr dieses Schreiben im Anschluss aber nicht unbedingt geben oder zeigen 😉
  • Zerschlag einen alten Teller! Befreit – doch danach sind die Scherben wegzukehren und dabei bitte extra darauf achten, dass man sich nicht schneidet.
  • Male ein Bild!
  • Stell dich vor den Spiegel und schimpfe auf alles, was dir einfällt. Dein Zorn wird bald verraucht sein.
  • Zerreiße alte Zeitungen und Zeitschriften.
  • Räume den Kleiderschrank auf.
  • Höre deine Lieblingsmusik
  • Lauf eine Runde ums Haus
  • Vielleicht kannst du jemanden anrufen, um deinem Ärger freien Lauf zu lassen, also, um dich mal so richtig auszukotzen. Aber Achtung! Ab und zu ist es ja in Ordnung, aber kein Mensch möchte permanent als seelischer Mülleimer fungieren. Und wenn die andere Seite dies auch mal bei dir machen kann – super! Also bitte nicht Menschen anrufen, damit es einem besser geht und nur deshalb. Damit ist auf Dauer niemandem geholfen. Im schlimmsten Fall kappt die andere Person irgendwann mal die Leitung und man hat seine Möglichkeit und was noch schlimmer ist, seinen guten Freund, die gute Freundin verloren.
  • Atme bewusst! Ich finde es faszinierend, in wie vielen Situationen einfaches. bewusstes Atmen hilft. In so einem Fall hat sich die 4-6-8 Methode oft bewährt. Beim Einatmen bis 4 zählen, 6 Sekunden die Luft anhalten und beim Ausatmen bis 8 zählen. Einerseits beruhigt es den Körper sehr rasch, andererseits verlagert man seine Aufmerksamkeit. Der Ärger verschwindet.
  • Wer hat, hüpft am Trampolin.
  • Mach 10 Kniebeugen, 5 Liegestütze und 10 Mal den Hampelmann.
  • Überlagere den Moment mit etwas Stärkerem, wie zum Beispiel eine scharfe Chilischote. Oder was Saures oder Bitteres.
  • Wer kann, meditiert.

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  • Stelle dir eine Skala von 1-10 vor. Wie hoch ist der aktuelle Ich-ärgere-mich Pegel? 8? Oder doch nur eine 4? Vielleicht doch nur eine 2? Wie fühlst du dich dabei, während du dir überlegst, wie sehr du dich ärgern möchtest.

  • Versetze dich in die andere Person, wenn es um eine andere Person geht. Und versuche es von ihrer Warte zu sehen. Nicht immer leicht, aber doch oft hilfreich.
  • Versuche aus der Situation zu gehen. Gehe einen Schritt zurück, wenn dies nicht reicht, sieh es dir von weiter weg an. Zur Not aus dem Weltall. Wie groß ist dein Problem nun noch? Zahlt es sich aus, sich darüber zu ärgern? Warum? Hilft es dir? Hilft es sonst jemandem?
  • Akzeptiere was ist. Lass dann los. Einige Momente sich ärgern, ist ganz normal und menschlich, doch du alleine entscheidest, ob du dich ärgern möchtest oder nicht. Wir sind alle bewusste Wesen. Wir treffen bewusste Entscheidungen. Wie ist deine Entscheidung? Was man nicht ändern kann, sollte man akzeptieren.

Ärger ist Stress – Stress löst erwiesenermaßen viele Krankheiten aus. Achte auch auf deine Wortwahl. Wie oft sagt oder hört man – Das macht mich krank! Der.., die,..bringt mich noch mal um. etc. Wenn man dies oft genug sagt, wird es sich eines Tages erfüllen. Also achte bitte auf deine Wortwahl.

 

Was man in solchen Momenten nicht tun soll:

  • Puzzlen 😉 (dies ist aber individuell – einigen hilft es vielleicht auch zum Runterkommen. Entspannend ist es auf jeden Fall – vielleicht aber nicht gerade am höchsten Grad eines Frustausbruchs)
  • Alle Tätigkeiten, welche Geduld und Genauigkeit erfordern.
  • Auf sein Umfeld, seine Familie, die Kollegen losgehen. Auch wenn sie vielleicht der Auslöser sind, oft auch unbewusst, im Ärger sind oft rasch Worte ausgesprochen, welche besser ungesagt geblieben wären. Und dies dann wieder gut zu machen, ist sehr schwierig – oft unmöglich. Ein kleines Negativum bleibt immer zurück. Wie wenn man eine Tasse in einem unbedachten Moment fallen lässt. Man sie zwar wieder kleben, doch kleine Risse und Narben werden immer bleiben.
  • Gewalt, körperliche wie seelische Angriffe sind NIE! eine Lösung! Physische Gewalt hinterlässt immer auch physische Wunden und Narben.
  • Mit gefährlichen Dingen arbeiten (Messer usw).
  • Autofahren
  • Frustshoppen – Einkaufen zur Beruhigung, kann teuer werden.
  • Frustessen – kann sich auf die Gesundheit, das Gewicht und im Geldbörserl auswirken.
  • Frusttrinken – Finger weg vom Alkohol in solchen Situationen. Dadurch kann es man den Ärger noch extra verstärken. Und steht vielleicht am nächsten Tag in den Schlagzeilen.
  • Mailen, Simsen, Nachrichten verschicken. Schnell ist etwas geschrieben, was man danach bitter bereut.
  • Nicht im Streit schlafen gehen. Tut weder der Beziehung, noch der Gesundheit gut.

Ich wünsche dir eine stressarme und entspannte Zeit

Was machst du, wenn du dich ärgerst? Lässt du deinen Gefühlen freien Lauf? Wie? Oder hast du eine andere Lösung?

11 Gedanken zu “Was tun bei Frust und Ärger?

  1. Ganzes Ärger-Programm von A-Z durch. Irgendwann war ich auch bei „Zeitschriften zerreissen“ angekommen. Das gibt ne schöne Sauordnung…

    Inzwischen ist es mir peinlich mich aufzuregen, weil danach regt man sich auch noch übers eigene Aufregen auf. Ein Teufelskreis…

    Aber das gelingt einem leider nicht immer. Perfekt ist man nie, ja.

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    • Aufregen übers aufregen ist natürlich ein eigenes Kapitel … mein Sohn meinte immer – und? – was willst jetzt machen? – ist es wichtig? – Mama, wenn du nun nur deshalb angerufen hast, lege ich gleich wieder auf…alsooo – ich hab mich manchmal nun ein wenig besser im Griff hihi – zumindest dauern die Ausbrüche nicht mehr so lange. Ist ja auch Zeit-und Energieverschwendung. Ganz ohne gehts zwar noch nicht, aber ich beruhige mich nun meist viel schneller. Ganz liebe Grüße und ein entspanntes Wochenende (und perfekt ist ja langweilig.. 😉 )

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  2. Tolle Tipps, lieben Dank!
    Ich hab eine Freundin, bei der ich bei Notwendigkeit Dampf ablassen kann, das beruht aber auch auf Gegenseitigkeit und wird nur in echten Notfällen gehandhabt, lach!
    Und das finde ich ganz besonders wichtig und hab ich auch meinem Sohn schon als Kind vermittelt: Nicht im Streit schlafen gehen! Das steht sogar schon in der Bibel: „Lasset die Sonne nicht über eurem Zorn untergehn!“ (Epheser 4, 26)
    Ganz liebe Grüße, und fein, daß ich mit dem „schreiben“ einhelfen konnte,
    Monika.

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    • Genau- wenn es auf Gegenseitigkeit beruht, ist es ja auch ok, hatte mal eine Freundin, da war es nur einseitig der Fall, wenn ich dann von mir was erzählen wollte, hatte sie keine Zeit mehr – bis ich sie dann auch eliminierte. Und ja, das mit dem im Streit schlafen gehen – ist aber auch wirklich ein ungutes Gefühl. Auch am nächsten Morgen. Meine Oma hatte das schon immer gesagt – und oh, wenn es sogar in der Bibel steht.. TOP! Glg

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      • Oh, ja, so eine „Freundschaft“ kenne ich auch, da kamst du nie zu Wort, und wenn doch, war dann plötzlich keine Zeit mehr! Aber ich war dann der seelische „Mülleimer“, das hab ich dann irgendwann auch aufgegeben.
        Bei mir ist das auch über Oma und Mama an mich und dann an meinen Sohn weitergegeben worden, nicht im Streit schlafen gehen! Kann man mal sehen, auch die Bibel hat prima Tipps!
        Ganz liebe Grüße
        Monika.

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        • Zieht leider auf Dauer nur Energie – musste das leider erst nach langer Zeit erkennen und den Schlussstrich ziehen – und es werden dann auch nicht mehr Freunde – zumindest brauche ich mich nun nicht mehr darüber ärgern 🙂 ja, spannend, Tipps und Vorschläge zum Leben nun NEU – nachzulesen in der Bibel 😉 – wenn jemand mal so eine Schlagzeile veröffentlicht, das wärs dann 🙂 glg

          Gefällt 2 Personen

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